Messwerte-Analyse Version 3.0 (Win XP/Vista)
Programm-Beschreibung:
Diese Software habe ich entwickelt, weil sie genau das bietet, was
ich damals in meiner Chemielaborantenausbildung mühselig per Hand
erarbeiten musste. Grafische Darstellungen wurden zu dieser Zeit
noch mit von Lehrkräften in BASIC geschriebenen Programmen auf Commodore
PET Rechnern zum Laufen gebracht. Auch waren diese Programme nur
in der Lage, Messergebnisse ohne hochauflösende Grafik nur mit den
vom Commodore Rechner bereitgestellten Grafiksymbolen darzustellen.
Meine Programmierkenntnisse lagen zu dieser Zeit auch noch in den
frühsten Anfängen. Im Betrieb sollte ich eine Vanadin-Bestimmung
entwickeln. Nach dem nasschemischen Vorgang waren Ergebnisse von
Testreihen in eine Grafik zu übertragen. Daraus ergab sich eine
Gerade aus der sich durch Teilen von X durch y Koordinaten ein Faktor
errechnen ließ, mit der man den Vanadingehalt der Probe errechnen
konnte. Dies musste mühselig auf Millimeterpapier übertragen werden,
um die Gerade zu sehen. Streuten die Werte zu stark, so wurde das
Ganze ungenau. Genau dort setzt meine Software an. Sie führt mit
den Werten eine lineare Regression durch und zeichnet den Graphen
auf dem Bildschirm, die Ergebnisse der Regressionsanalyse werden
genau wie die Messwertetabelle gespeichert und können zur Anzeige
gebracht oder gedruckt werden. Auch ist in Version 3.0 eine Anbindung
an DBase-Datenbanken möglich, dies kann mit der kostenlosen Software
Openoffice-Org realisiert werden. Näheres dazu finden Sie im Hauptmenü
unter Messwerte-Analyse 3.0 Anleitung.
Programmfeatures: Erstellen Sie mit Openoffice Base Ihre DBASE kompatible
Messwertedatenbank und laden Sie sie in das Programm oder geben
Sie Ihre Messwerte in per Inputfunktion ein und speichern Sie dann
die Ergebnisse zusammen mit Ihren Werten in einer Datenbank. Die
lineare Regression rechnet auf 6 Stellen nach dem Komma genau. Alle
Funktionen sind in der Hilfe erläutert. Das untenstehende Beispiel
liegt dem Programm bei, es wird auch in der Hilfe erläutert. Die
graphische Darstellung ermittelt automatisch die richtige Wertebereichseinteilung.
Die Messwertetabelle, die graphische Darstellung sowie die Berechnungsergebnisse
der linearen Regression lassen sich auch auf dem Drucker ausgeben.
Beispiel (Chemie):
Sie entwickeln eine Gesamt-Eisen Bestimmung. Die Titration Ihrer
Eichlösung mit K2CrO7 ergibt folgende Verbräuche und % Gehalte an
Gesamteisen bei gleicher Einwaage:
5.25 ml K2CrO7 entspricht = 5.26 % Fe
6.00 ml K2CrO7 entspricht = 6.01 % Fe
10.21 ml K2CrO7 entspricht = 10.22 % Fe
10.38 ml K2CrO7 entspricht = 10.40 % Fe
14.66 ml K2CrO7 entspricht = 14.68 % Fe
14.68 ml K2CrO7 entspricht = 14.70 % Fe
16.52 ml K2CrO7 entspricht = 16.54 % Fe
16.56 ml K2CrO7 entspricht = 16.58 % Fe
22.48 ml K2CrO7 entspricht = 22.50 % Fe
22.77 ml K2CrO7 entspricht = 22.80 % Fe
50.20 ml K2CrO7 entspricht = 50.26 % Fe
50.46 ml K2CrO7 entspricht = 50.52 % Fe
57.27 ml K2CrO7 entspricht = 57.33 % Fe
57.80 ml K2CrO7 entspricht = 57.86 % Fe
Die lineare Regression errechnet daraus die Gerade y = 1.001028
* x + 0.003908, wenn für den x-Wert die Verbräuche an ml K2CrO7
und für den y-Wert die ermittelten % Gehalte an Fe eingegeben werden.
Wenn Sie nun eine Probe bei entsprechender Einwaage mit K2CrO7 titrieren
so läßt sich der % Gehalt an Fe durch Einsetzen des Verbrauchs für
den x-Wert in die Formel y = m*x + b ermitteln. Titrieren sie beispielsweise
30.00 ml, so ergibt sich der Gehalt an Fe durch y = 1.001028(m)
* 30.00(x) + 0.003908(b) = 30.03 % (Gehalt an Fe) Diese Methode
findet ein breites Anwendungsspektrum in der Forschung und Statistik.
Sie läßt sich beispielsweise auch auf die Physik übertragen und
kommt überall dort, wo linear ansteigende Messreihen mathematisch
auszuwerten sind, zum Einsatz.
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